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Bilder der laufenden Grabungen Teil I
DIE FORSCHUNGSSITUATION AUF DEM MAGDEBURGER DOMPLATZ
Die archäologische Forschungsgrabung
2006 – 2009

Die Schnitte

Projektbeginn 01.09.2006.
Kleinere Änderungen an Lage und Ausdehnung der Schnitte sind im Laufe des Projektes noch möglich.

Abbildung15_kl.jpg

Lage der aktuellen Untersuchungsflächen im Bereich des spätromanisch-gotischen Domes zu Magdeburg, seinem Kreuzgang sowie seinem engeren Umfeld. Während in einigen Bereichen (blau) nur Dokumentationen vor Ort notwendig sind, wird in anderen (rot) nach archäologischen Methoden gegraben. Es werden in der Regel zwei oder drei der mit Buchstaben markierten roten Schnitte gleichzeitig untersucht.

Das Konzept

Vorgesehen sind insgesamt 15 Monate Ausgrabungen und Dokumentationen. Diese finden von September 2006 bis August 2007 sowie von Januar bis März 2009 statt. Dazwischen und danach liegen Perioden der Aufarbeitung und Auswertung.

Für den genauen Bauablaufplan erfolgte eine intensive Abstimmung mit allen Domnutzern, allen voran mit der Evangelischen Domgemeinde.


Warum wird im spätromanisch-gotischen Dom zu Magdeburg, seinem Kreuzgang und seinem näheren Umfeld gegraben?

  • Im Jahre 2009 wird das 800-jährige Jubiläum des spätromanisch-gotischen Domes begangen.
  • Aus diesem Anlass wird ein internationales Fachkolloquium veranstaltet.
  • Ebenfalls aus diesem Anlass wird es eine große Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Magdeburg geben.
  • Es hat sich durch die erfolgreiche Forschungsgrabung am Domplatz in den Jahren 2002-2003 (Rainer Kuhn) eine Fülle neuer Fragen zur ottonisch-romanischen Doppelkirchenanlage ergeben. Diese besteht aus der Nordkirche unter dem Domplatz und der Südkirche unter dem spätromanisch-gotischen Dom. Zahlreiche offene Fragen können ohne gezielte Untersuchungen unter dem heute noch stehenden, spätromanisch-gotischen Dom, in seinem Kreuzgang und in seinem Umfeld nicht beantwortet werden.
  • Bei der seit Januar 2005 laufenden Erarbeitung des großen Dominventars (Heiko Brandl, Christian Forster) ergaben sich gleichfalls zahlreiche Fragen zur Sakralgeschichte unter dem spätromanisch-gotischen Dom.
Abbildung16_kl.jpg

Magdeburg, Domplatz, Übersichtsplan der archäologischen Befunde.

Welche Erkenntnisse verspricht sich die Wissenschaft von diesen Untersuchungen?

  • Die Identifikation der Südkirche und in der Folge auch der Nordkirche. Wo lag der Dom Ottos des Großen?
  • Aussagen zum Grundriss, zur Datierung und zur Ausstattung der ottonisch-romanischen Südkirche unter dem heutigen, spätromanisch-
    gotischen Dom.
  • Nachweis eventueller, noch älterer Vorgängerbauten mit Aussagen zu deren Grundriss, Datierung und Ausstattung.

Texte: Rainer Kuhn – Projektleiter
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